Mittwoch, 31. Januar 2007

When Gravity Fails II

"It was one of those rare times of shared happiness, of perfect contentment. We had a feeling of expectation, that what was already wonderful would get better and better as time went on. These moments are one of the rarest, most fragile things in the world. You have to seize the day; you have to recall all the rotten, dirty things you endure to earn this peace. You have to remember to enjoy each minute, each hour, because although you may feel like it's going to last forever, the world plans otherwise. You want to be grateful for every precious second, but you simply can't do it. It's not in human nature to live life to the fullest. Haven't you ever noticed that equal amounts of pain and joy are not, in fact, equal in duration? Pain drags on until you wonder if life will ever be bearable again; pleasure, though, once it's reached it's peak, fades faster than a trodden gardenia, and your memory searches in vain for the sweet scent."

Georg Alec Effinger; When Gravity Fails

-- ohne Worte --

Dienstag, 30. Januar 2007

Babel

Ich war im Kino!

Babel.

Bester Film seit Langem.

Weil:

a) Stars ohne Ende, aber keine Starrollen. Brad Pitt völlig nebensächlich, aber gut!
b) Hollywood und doch nicht: teuer produziert, aber eine andere Optik und keine Helden.
c) "Globalisierung" am Beispiel von Menschen.
d) Chaos-Theorie
e) Nichts, was wir tun, ist ohne Folgen -- surprise!
f) Ein Film, der zwischen Marokko, Japan, Amerika und Mexiko hin und her springt, ohne zu zerspringen.
g) Ich immer wieder an einzelne Szenen denken muss. Der Film reift immer weiter im Kopf.

Die Story ist eigentlich simpel: Ein japanischer Jäger schenkt einem marokkanischen Jagdführer ein Gewehr. Der verkauft es weiter. Versehentlich wird mit diesem Gewehr eine Amerikanerin angeschossen. Und irgendwie hängen plötzlich der Japaner und dessen Tochter in Japan, die Kinder der Amerikanerin, deren mexikanische Haushälterin und eben die Amerikanerin und deren Mann in Marokko in einem Netz quer über den Planeten zuasmmen. Ebenso eindrucksvoll ist der völlig unspektakuläre Vergleich von Wertigkeit von Leben. Während die Medien weltweit über den Zwischenfall mit der Amerikanerin berichten, stirbt in dem Zusammenhang ein marokkanischer Junge -- das interessiert nur den Vater und den Bruder. Nicht die Medien. Oder die Szenen an der mexikanischen Grenze nach Amerika. Amerikanische Latinos schikanieren mexikanische Latinos. Dass es Menschen erster und zweiter Klasse gibt, ist nichts Neues, aber wie der Film den Unterschied durch ein Stück Papier darstellt ist ... gut, wenn man das so sagen kann. Treffend. Auf den Punkt gebracht. Nicht effekthascherisch. Ruhig. Nur gezeigt. Nicht bewertet.

Der Regisseur Alejandro González Iñárritu hat übrigens auch den ziemlich guten, harten Amores perros (2000) und den ebenso guten, aber ebenso harten 21 Grams gedreht.

Ich musste übrigens während Babel immer wieder an Syriana (2005) denken. Nur so am Rande.

Gestern mit ner Freundin vom Rugby essen und auf "Babel" gekommen. Sie fand in platt und nervig. Hm. :(

Eben Suppe ins Büro (Wrangelstraße) geholt. Von den Mädels vom "Early Bird". Kartoffelsuppe. Mit oder ohne Wurst. Zum Mitnehmen. Um kenntlich zu machen, wo Wurst und wo nicht drin ist (weil ich Vegetarier) hat die Lady im Laden gefragt, ob sie ein W auf den Becher mit Wurst machen soll. "W" für Wurst. Hab gesagt, sie kann auch zwei "T" drauf machen. Fragender Blick. "TT" für "Totes Tier". Lächeln als Antwort. Oder "K" für "Kadaver". Betretene Blicke.
Ha! Sieg!
Leben bis zum natürlichen Tod für Hasen und anderes Getier mit Gesicht !!!

Uh, jetzt muss ich noch was zu SF schreiben. Is ja meine Aufgabe. Äh ... Effinger ... (aber ich bin immer noch mehr begeistert, bald dazu auch noch ein Zitat) hatte ich schon ... Westerfeld Risen Empire (Weltensturm) les ich gerade. Gefällt mir prima, will ich aber erst drüber schreiben, wenn ich durch bin. Aber zumindest so viel: ne Mischung aus Hamilton (Night's-Dawn-Trilogie) und Simmons (Hyperion) -- äußerst lesenswert.

*blank*

S****** im Hirn

Gelegentlich hab ich ja schon meine Zweifel.

Hinsichtlich meiner Mitmenschen.

Auf dem Weg vom Büro heim, um mit dem Rad ins Otherland zu fahren.

Reichenberger: Autos parken in Zweierreihen, Bus kommt von links, Müllwagen von rechts, dazwischen versprengte PKWs und ein Sixt-Kombi.

Am Steuer des Kombis ein Depp mit reichlich S****** im Hirn. Weil: Er sieht, dass der Bus kommt, denk sich wahrscheinlich, dass SEINER einfach größer ist und der Bus rechts ran fährt, um ihn in dem Chaos aus Müllwagen, versprengten PKWs und Zweireihenparker vorbeizulassen.

Wohlgemerkt: Doppeldeckerbus. Selbst wenn der Busfahrer gewollt hätte, er hätte nicht ausweichen können. Masse, Trägheit und so.

Aber unserem Testosteron-Hirni ging das nicht mehr rein, weil er im Hirn ja keinen Platz mehr hat. Wegen der ganzen S*****.

However: Sixt-Kombi mit Testo-Amok-S*****-Hirn und Bus kommen in letzter Sekunde frontal voreinander zu stehen. Rechts und links: Null Platz. Busfahrer guckt nach dem Motto "Oh mann, mann, mann" und legt seine Stirn auf dem Lenkrad ab.

Testo-MEINER-IST-ABER-GRÖßER rastet und brüllt. Gibt dem Busfahrer Zeichen, er soll zurückfahren.

Lektion 1 in deinem Leben: Doppeldeckerbusse haben keinen Rückwärtsgang.

Hirni tobt.

Busfahrer hat gelangweilt Kinn in Hände gestützt und schaut ihm in die Augen.

Hirni tob noch mehr.

Müllwagenfahrer geht nach vorne, um zu sehen, was das Problem ist. Betrachtet die Situation und lacht Hirni aus.

Hirni fährt Jihad-Film ab.

Irgendwann, bedenklich lange später, erinnert er sich, dass er einen Rückwärtsgang hat.

Alle lachen.

Hirni droht Busfahrer mit totalem Jihad.

Das war's.

19:30, ich auf dem Rückweg vom Otherland. Leicht hungrig, Freude auf Lesen und Sofa.

Typ mit S****** im Hirn (sicher ein anderer, aber egal) biegt recht ab, während ich neben ihm fahr (ordnungsgemäß mit Licht) und fährt dazu noch superdicht an die parkenden Autos ran -- ich dazwischen.

Vollbremsung meinerseits mit Wutgebrüll. Typ zeigt mir den Mittelfinger. Gebe Gas und hol in an der Ampel ein, fahre dicht auf und zeige ihm postwendend meinen Finger.

Verfolgung beginnt: überhole ihn, er hupt, ich brems und dreh mich um. Wildes gestikulieren.

Jihad.

Ich rühr mich nicht. Er gibt Gas. Ich rühr mich nicht. Er fährt haarscharf an mir vorbei und hupt. Weg.

Also doch kein Jihad heut. Hatte wohl die Hosen voll. Oder das Hirn. Whatever.

Jihad-Loser.

Dazu noch eine Überlegung, die ich gern mit SF verbinden möchte. Passender Autor und Titel: Richard Morgan "Altered Carbon" ("Unsterblichkeitsprogramm"):

Ein zentraler Gedanke seiner Hauptfigur, Takeshi Kovash, ist folgender:

"Make it personal."

hm.

Ganz ruhig.

*ohhhhhhhmmmmmmmmmmm*

*grunz*

yeoweekeong2006 has just subscribed to your videos!

Hoppla.

Wer zum Henker ist yeoweekeong2006? Und warum hat er meine Videos abonniert?

Okay, bevor sich jetzt zahllose Frageblasen im Hirn des Otherlander-Lesers bilden, hier ein wenig Hintergrund:

Als Simon und Damaris eine Generalprobe ihres "Jammertalfahrt - eine Reise ins Gaga-Mittelalter" vor ausgewähltem Publikum im Otherland gaben, hab ich ein wenig gefilmt. Und die Filmchen dann auf YouTube online gestellt. Nur mal eben so. Damit Simon was rumzeigen kann und wir von der Otherland-Site auf ihn verlinken können. Alles gut und schön.

Nun hab ich eben ne Mail bekommen, dass yeoweekeong2006 meine Videos, also meine Video-YouTube-Site abonniert hat, sprich, wenn ich da jetzt was Neues online stelle, wird er informiert. Auch schön.

ABER: yeoweekeong2006 ist 22 und lebt in Singapore!!!

Montag, 29. Januar 2007

Freitag, 26. Januar 2007

Donnerstag, 25. Januar 2007

Hier, hier und hier

Hab mich eben fast kaputt gelacht. Ein Text auf der Website der europäischen Union zum Thema "Steigende Umsätze aus Online-Inhalten". Am Ende steht dann folgende Zeile:




Alles klar?
:)

Dienstag, 23. Januar 2007

300

Okay, ich gestehe es: Ich bin ein bisschen süchtig. Nach einem Trailer. Ich weiß, kling komisch. Aber besser als Drogen, oder?

Die Trailer ist vom Film mit dem Titel 300. Bevor ich jetzt zu viel erzähl, teil ich vielleicht einfach die Erfahrung, die mich süchtig gemacht hat.

Bitte hier klicken: 300

Kein Kommentar, oder?

Schuld an meiner Trailer-Sucht ist ein bisschen auch der LeuK aka Boris, denn er hat das 300-Comic von Frank Miller, das dem Film zu Grunde liegt, über das Otherland bestellt (und wir bestellen das auch gern für unsere Kunden), und da ist es mir in die Hände gefallen. Kurz darauf bin ich auf die geplante Verfilmung und eben den Trailer gestoßen. Unfassbar gut. Tatsächlich war ich aber schon davor abhängig von der Story. Deshalb gibt es im Otherland auch Gates of Fire. An Epic Novel of the Battle of Thermopylae -- die wohl beste Umsetzung der Geschichte um die 300 Spartaner an den Thermophylen.

Von was ich denn da zum Henker nochmal eigentlich fasel?

Okay, hier die Kurzzusammenfassung im South-Park-Stil -- wer mehr Details haben will, findet diese auf Wikipedia. Und by the way: die Geschichte ist, wenn auch von Miller überzogen dargestellt, wirklich passiert!

480 vor Jesus ist Xerxes, Sohn von Darius und Herrscher über Persien (verdammt viel Land und Leute) stinksauer auf die Griechen (wenig Land und wenig Leute, aber "Väter" und "Mütter" unserer abendländischen Demokratie) und beschließt, sie ein für allemal platt zu machen. Mit vielen Leuten. Soldaten, um genau zu sein. Wie viele genau, weiß keiner, aber wohl das größte Heer der Antike. Ob nun 200 000 Krieger plus Hilfstruppen oder insgesamt 1 Millionen sei dahingestellt. Jedenfalls mucho, weil Xerxes eben mucho sauer.

Während sich dieses Heer also auf Griechenland zubewegt und seine ebenso mucho Flotte unterwegs ist, können sich die Griechen mal wieder nicht einigen, ob sie sich nun ergeben, abhauen oder kämpfen wollen. Demokratie eben.

Den Spartanern wird das dann irgendwann zu bunt (Soldaten durch und durch, Demokratie finden sie eh blöde), weil sie sich unbedingt hauen wollen (13 Jahre Ausbildung und 30-40 Jahre aktiver Dienst, in denen ihnen alles andere außer Krieg führen verboten ist, hat gewissen Denkstrukturen zur Folge), und weil die Perser quasi vor der Haustür stehen und es bald Schluss ist mit dem griechischen Cool-sein. Also machen sich einfach mal 300 besonders prügel-scharfe von ihnen unter der Führung von König Leonidas auf den Weg, den Persern ans Bein zu pinklen. Kein Scheiß. Und sie fanden das mit Sicherheit auch noch ziemlich cool. Äh, "porno".

However.

Da 300 nicht viel und das Land groß ist, haben sie sich die Thermophylen, eine Art Schlucht, als Treffpunkt mit den Persern ausgesucht. An dieser Stelle könnte man jetzt ins Detail gehen (Pressfield macht das verdammt gut, er hat für sein Buch sogar Sparta-Schwertkampf von nem Historiker gelernt), aber das lassen wir mal. Jedenfalls ging es ziemlich ab, und die Perser hatten nichts zu lachen. Die Spartaner schon. Weil Krieg ist ja ihr Ding. Und davon "Krieg"ten sie mucho.

Die Spartaner haben Schätzungen zufolge etwa 20 000 Perser über den Styx geschickt, darunter zwei von Xerxes Brüdern (Xerxes danach mucho hoch 10 sauer), bevor sie durch Verrat (wie auch sonst) überrannt wurden. Trotzdem genug Zeit für die Griechen, aus dem Quark zu kommen und die inzwischen ziemlich demoralisierten Perser (wenn 300, 20 000 umhauen, was machen dann 1000von den Irren?) endgültig aufzumischen. Dem verdanken wir also unsere heutige Kultur und so. Clash of Civilizations, intellektuell formuliert :)

An der Stelle, an der sich die Spartaner damals mehrere Tage behauptet haben, steht heut ein Denkmal mit der berühmten Inschrift:

"Go tell the Spartans, stranger passing by,
that here obedient to their laws we lie."


Ja ... warum erzähl ich das denn eigentlich hier. Weil Gates of Fire ein mucho porno-cooles Buch ist, weil die Geschichte ein Mythos ist, weil alle Military-SF-Leser und auch viele Nicht-Military-SF-Leser drauf abfahren und weil ich und wir im Otherland ja auch eine pädagogische Mission erfüllen. Und dieser Blog-Beitrag war eben die historische Facette dieser Mission.

Danke, dass ich über all das sprechen durfte :)

Sonntag, 21. Januar 2007

Montag im Otherland -- 8 Stunden Echtzeitbericht

22. 01. 2007

10:55 Wie immer knapp, aber pünklich. Mein Tempo-Rekord von mir Zuhaus ins Otherland liegt bei 5 Minuten. 15 bei Normaltempo. Das klappt aber nur unter völliger Missachtung aller erdenklicher Verkehrsregeln. In so nem Rush bin ich mal in ne Polizeikontrolle geraten. Nach 5 roten Ampeln und etlichen gekappten Vorfahrten musste ich fast lachen, als mich der Schutzmann nach meinem Licht am Rad fragte. Hab ihm gesagt, dass ich es sehr, sehr eilig hab, ihm die Lichter aus dem Rucksack gefischt und in die Hand gedrückt, er hat sie ausprobiert, und ich hab sie ihm quasi wieder entrissen und bin weiter ... hab nur noch gehört, dass er mir nachgerufen hat, dass ich keine Seitenreflektoren hätte. Aber er hat mich nicht verfolgt. Das hat aber mal ein Fahrradpolizist gemacht. Mann, dass war lustig. Er kam aus ner Seitenstraße und ich hab so getan, als hätte ich ihn nicht gesehen und hab maximal in die Pedale getreten. Hatte ja nichts verbrochen (!), also warum kein kleines Wettrennen zum Spaß. Nach etwa 10 Minuten Highspeed hat er mich ziemlich aus der Puste an ner roten Ampel gestellt. Warum ich nicht gehalten hätte! Der Brüller war, dass er gar nicht mehr genau wusste, warum er mir eigentlich hinterher ist. Kam dann auch auf die nicht vorhandenen Seitenreflektoren zu sprechen ;-)

Okay, aber ich will ja Echtzeit-Otherland-Montag machen.

11:00 gehen die Tore auf und *schwupp* der erste Kunde da. Wollte Rhodan Silberband 97 (noch nicht raus) oder Der Posbi-Krieg, Teil 5; auch nicht da. Also hat er sich nen gebrauchten Atlan für 5 Euro geschnappt. Auch gut :)

Gleich darauf eine Buchbestellung. Japanischer Autor.

Und dann kam einer unserer jungen Fantasy-Stammleser und Markus-Heitz-Fans. Vor allem die Ulldart-Serie. Und seine Zwerge-Bücher. Die sind nämlich "voll porno". (Anmk. d. Red.: "voll porno" ist neudeutsch und bedeutet "cool", "heiß", "klasse").

Und ich hab eben aus ner Kundenbestellung ersehen, dass K. J. Parker (Kreis der Krähen) ne neue Serie mit dem Titel The Engineer Trilogy schreibt, von der die ersten beiden Bände schon raus sind. Hab den ersten mal verdatet, der Titel lautet Devices and Desires (klingt sehr geil ... voll porno) und müsste, da Import über den Großhändler, morgen im Laden eintreffen. oh ... seh gerade, da nur noch einer lieferbar. Also dann in Zukunft direkt in den USA. Hm.

Eben für 30 Euro Postkarten verkauft. Hab gefragt, ob sie sammelt oder nun ganz wild Postkarten verschicken will. Sie sammelt.

Typ Marke "Alleshändler" kommt in Laden. "Ich denke ich bin hier falsch" (kein Kommentar von meiner Seite). "Ich hätte Bücher von 1938 zu verkaufen." Keine Reaktion von meiner Seite. "Gesetzestexte". Immer noch keine Reaktion von mir. "Mit Hitlerzeichen". Darauf ich: "Nur SF, Fantasy und Horror". Ich glaub ja nicht, dass er kapiert hat, was ich ihm da gesagt hab, aber er hat kapiert, dass wir keine Gesetzestexte von 1938 mit Hakenkreuz drauf benötigen. ;-)

15:20 Ruhiger Tag heut. Sehr ruhig. Zu ruhig. Wenn 30 Euro für Postkarten der Umsatzrenner des Tages ist... hm. Mieses Wetter. Aber auch kein Grund, manchmal brummt der Laden auch bei miesem Wetter. Lieg`s an mir? Nö ;-)

Und eben war wieder die coolste Mami da, die so bei uns im Laden einkaufen kommt: lässt sich dann immer beraten zu Star Wars-Büchern für ihren Sohn. Und dann kommt der Sohn auch manchmal und kauft eigenständig. Gar nicht einfach, da den Überblick zu behalten. Wie gesagt: Klasse Mami, cooler Sohn -- typische Otherland-Kunden ;-)

Eben kam ne Mail über den Ticker: nächste Woche Donnerstag ist wieder das monatliche Crew-Treffen der gesammelten Otherland-Mannschaft. Gut, dass Donnerstags grade eh die Schwimmhalle geschlossen hat, also fällt das Training nicht aus. Fällt schon aus, aber nicht wegen dem Treffen :)

15:35 Master's speaking. Nicht der Master of Weapons, sondern der Meister der Moral (und Autor des UFOngeliums), oder was das auch immer für ein Titel ist, den ich seit einiger Zeit führe. Ich bin also nicht mehr der ladehemmungslose Wolfgang, sondern der ehemalige Fähnrich. Ich bin für den waffenführenden Kollegen kurzfristig eingesprungen, da er zu einem ihm lieben, aber kranken Wesen nach Hause eilen wollte.

Und da hat er mir diesen halbfertigen Blog hier überlassen. Ist ein seltsames Gefühl, den Blog von jemand anderem zu schreiben. Mal sehen.

Als ich zur Ablösung in den Laden kam, war an eine geordnete Übergabe nicht zu denken: der Laden war voll, zwei Stammkunden Kaffee trinkend (mit Kaffee von unserem Nachbarn Felix Austria, den man an dieser Stelle ruhig mal empfehlen kann; solltet Ihr also mal während Eures Kreuzberger Bücherbummels Lust auf eine koffeinhaltige Erfrischung kriegen, dann könnt Ihr diesen unscheinbaren Laden ruhig mal in Erwägung ziehen) den Waffenmeister umlagernd, hier ein Buch, da eine Frage, Bestellung hier, Bestellung da und bitte, wenn's geht, in Geschenkpapier eingepackt.

Wow! Dafür kleben wir! Das war ein Vertipper, es sollte freilich heißen: dafür leben wir; aber wir kleben auch für unser Leben gern das Geschenkpapier, wenn der Laden brummt!

Das Wetter hat seine Beschissenheit teilweise abgelegt und lässt Fleckchen blauen Himmels durchschimmern. Mal sehen, ob's regnet, wenn ich -- ganz anders als mein stets entsicherter Kollege, ich bin ja schließlich für die Einhaltung der Ordnung und die Moral in der Gruppe zuständig; also nach den Regeln des Verkehrs und mit langsamer Bedächtigkeit -- nachher nach Hause radle.

Eben wurde ich gefragt, ob wir auch englische Literatur hätten. Klar, im Hinterteil unseres Ladens, und ich hab sie in denselben geführt. Dort dann aber Ernüchterung, weil wir ja nur Fantasy und SF auf englisch haben, und keine Literatur so wie auf unserer Kultbuch-Borgeinheit. Ich war von der Unterscheidung von Fantasy und SF einerseits und "Literatur" andrerseits mal wieder so perplex, dass ich versäumte, der Kundin zu versichern, dass wir gerne jedes lieferbare Buch bestellen (Dienstleisterlächeln von allen Gesichtsmuskeln jederzeit abrufbar). Und dann die Überlegung: Würde es sich lohnen, Titel aus unserem Kultbuch-Sortiment auf englisch dazuhaben? Eine interessante Frage -- doch, Schreck lass nach, wo sollten wir die denn präsentieren in unserem Miniaturladen?

16:30 In der Zwischenzeit den ersten Band von Jeff Smiths Comicserie Bone verkauft. Das ist unbedingt "porno", wie man so sagt, und ich kann es nur allen empfehlen, die Comics, die Fantasy, die überhaupt irgendetwas mögen, Bone ist grandios, unterhaltsam, witzig, spannend. düster und albern. Für einen der insgesamt 9 (zwei gibt's bisher) Hardcoverbände sind 10 Euro ein Spottpreis.

Obwohl ich -- in Opposition zu so vielen anderen -- sagen muss, dass ich die Kolorierung (so gut sie ist, obwohl sie, weil Nullachtfünfzehn-Computerkolorierung, eben doch auch gar nicht mal so der Brüller ist) überflüssig und im Übrigen ohnehin Banane finde (was auch immer das heißen mag: Banane). Die Schwarzweiß-Version war klassisch und hatte Klasse. Jetzt ist es Gummibärchen.

Das Wetter nimmt an Beschissenheit wieder zu.

Eben beinahe ein Schulbuch für einen wortkargen Knaben bestellt -- ich sah den Kelch an mit vorüber schwanken, apokalyptisches Zeichen, Schulbuch, Nemesis des ahnungslosen Buchhändlers, die Welt steht Kopf, Blüten knospen im Januar, Stürme peitschen unsere teuersten Bahnhöfe in Grund und Boden, Kids bestellen Schulbücher außerhalb der wohlgesetzten Schranken des gutbürgerlichen Schuljahrs ...

17:00 Stille.

17:10 Spaghetti-Reste von gestern in der Mikro warm gemacht. Hm!
Aber kein Kunde in Sicht. *blank*

17:15 Ein Kunde!
Naja, zumindest ein Mensch im Laden außer mir. Spaghetti sind verhaftet.

17:30 Aus dem Kunde in spe ward ein Kunde de facto! Dem total porno Markus Heitz sei's gedankt!

18:00 Noch zwei weitere Kunden faktoriert. Doch insgesamt gestaltet sich das hier mehr à la vita contemplativa, man könnte bei der beschaulichen Ruhe zum Philosophen werden, wenn man mehr in der Birne hätte.

Hab grade eine Email gekriegt, die mir bekannt machte, oder: die mich erfahren ließ, wie man's will, wenn man's von vornherein nicht etwas unkomplizierter will -- auf jeden Fall, dass nächste Woche eine Filmpremiere am Potsdamer Platz läuft: Moebius Redux, eine Art Dokumentarfilm über das Leben und Schaffen des Comiczeichners Jean Giraud alias Moebius. Es kräht außer mir vielleicht kein Hahn danach, und alle anderen finden Moebius möglicherweise total Banane (dabei ist er gar keine Banane, sondern Franzose) -- ich weiß allerdings von mindestens einem Kunden, der Moebius auch "porno" findet -- aber ich bin ein glühender Verehrer.

Schhhhh(i)t. Jetzt hab ich mich geoutet. Aber als was? Als Altachtundsechziger? als LSD-Tripper? als Fernost-Spiritualist? als SF-Blödler? als Surrealist? als Art-Junkie? als Irrer-Ständer-Fetischist? als Androgynist? als Handlungs-Dekonstruktivist? als Bilder-Evolutionist? Man muss nämlich all das oder überhaupt nichts von all dem sein, um Moebius so zu lieben wie ich.

Aber keine Sorge: Wir haben keine Comics von Moebius bei uns im Laden (wir können Euch aber gerne jedes gewünschte, derzeit lieferbare Comic bestellen!), obwohl Moebius den SF-Erwachsenencomic wie kein zweiter geprägt haben dürfte. Was die New-Wave-Autoren im Bezug auf Themen, Handlung und Erzählstrukturen in den 60ern geleistet haben, das hat Moebius auf dem Gebiet der Grafik gemacht. Bei Moebius geht es nicht um Plausibilität, Wissenschaft oder vorstellbare Zukunftsszenarien, sondern um eine Auslotung dessen, was auf dem Gebiet der grafischen Erzählung auch im Bezug auf Grenzerfahrungen möglich ist, um das faszinierende Spannungsfeld zwischen Vorstellbarem und Darstellbarem ...

... wenn ich doch nur mehr in der Birne hätte, schwupps, schon wär ich, so kontemplativ vor mich hintippend, heute ein Philosoph geworden.

19:00 So, Türe zu, auf in einen ganz unphilosophischen Feierabend! Bin gespannt, was meine Liebe daheim gekocht hat (wer zuerst nach Hause kommt -- und das bin meistens ich, weil ich oft gar nicht erst aus dem Haus gehe -- kocht für gewöhnlich). Dann ein, zwei gemütliche Folgen Dead Like Me" (Ganz nette Serie, dürfte aber ein bisschen "peppiger" oder gerne auch "porno" sein), und das war dann wieder ein Tag.

Nun, da ich Wolfgangs Echt-Zeit-Blog eine gewisse Ganztäglichkeit verschafft habe, freue ich mich darauf, dass der Meister der gezückten Klingen, Läufe und Federn wieder selbst die Rede feilt und die Worte wetzt und seinen "porno" Blog wieder aufrüstet und waffenfähig macht!!
Euer Ersatz-Meister.

Nachtrag vom Initiator des Otherland-Echtzeit-Berichts: Eigentlich hab ich dem Meister Simon nichts mehr hinzuzufügen und bedanke mich für sein beherztes und spontanes "in die Arbeits- und Blog-Bresche springen". Top. Mit so einer Crew im Rücken kann man ruhig auch mal ne dicke Lippe in ner Polizeikontrolle riskieren ;-)

Wer den Bücherkauf mal als Full-Service-Erfahrung erleben will, sollte einkaufen kommen, wenn zwei von uns im Laden sind. Dann ist die Luft elektrisch geladen, die Bücher lesen von allein aus sich vor, und Spaß braucht jedes Mal ne Extra-Tüte, wenn wir ein Buch verkaufen. Ehrlich :)

Und bis dahin: My name is Jack Bauer, and this was happening in Real-Time.

Rugby-Tournier in Berlin

21. 01. 2007

Sonntag.
Der Wecker klingelt um 6:00.
Um 7:00 im Wagen auf dem Weg ins Schwimmbad.
Um 7:30 umziehen.
8:00 einschwimmen.
8:30 erstes Spiel.
8:35 in 5 Metern Tiefe zum ersten Mal eins in die Fresse gekriegt.
9:00 2:1 verloren.
9:01 langsam werd ich wach.

Ein ganz normaler Tourniertag in der 1. Liga Nord, Unterwasser Rugby.

Samstag, 20. Januar 2007

A Fire in the Sun

20. 01. 2007

Reiß ich doch groß meine Klappe auf, wie genial die Effinger-Marid (Circumflex denken)-Audran-Trilogie ist und muss feststellen, dass ich versehentlich mit dem zweiten Teil angefangen hab :(

Ist mir aber eben nicht aufgefallen, weil ich vieles daraus ja schon kannte, und deshalb hat es mich nicht gestört, dass kaum etwas erklärt wurde. *hihi* Also les ich jetzt eben den ersten und den zweiten Teil paralell. Auch gut. Doppelte Dosis. Vielleicht steig ich ja auch gleich in den dritten ein???

Tatsächlich hab ich die Umsetzung der Hirnverdrahtung wie in Effingers-Trilogie bisher noch nicht gelesen. Man muss sich das so ähnlich wie Kartensteckplätze in einem Computer vorstellen. Nicht-Computer-Menschen stellen sich an dieser Stelle einfach einen Toaster vor, und die Toast-Einschuböffnungen sind die Kartensteckplätze, die Toasts die Karten. Bei Effinger sind Moddies und Daddies die Toasts, das aufgebohrte, verdrahtete Hirn ist der Toaster. Die Jungs und Mädels mit den entsprechenden Erweiterungen stecken einfach ein Moddy oder ein Daddy in die dafür vorgesehenen Steckplätze an der Schädelbasis. Moddies verpassen dem Träger dann eine vollständige andere Persönlichkeit, so etwa ein James Bond 007 Moddy. Zitat aus When Gravity Fails

"Yeah. He`s wearing a James Bond Module. Thinks he`s James Bond. He`ll be pulling that trick all night, until someone raps him down and pops the moddy out of his head. That`s what he deserves. He may be wearing Allah-only-knows-what daddies, too."

Daddies sind die Ad-ons und verleihen dem Träger Fähigkeiten wie Fremdsprachen oder Nahkampfausbildung (mein Traum). An einer Stelle in A Fire in the Sun muss Audran ziemlich dumme Büroarbeit erledigen (er wurde vom Gangsterboss der Bosse als Polizist eingesetzt). Um das irgendwie zu schaffen, stopft er sich ein Büroarbeiter-Moddy rein, das seine geistigen Fähigkeiten so weit runterschraubt, dass er nicht weiter als über die vor ihm liegende Arbeit denken kann. Und das Moddy macht geil auf stupide Arbeit. Tatsächlich scheint es das schon zu geben. Hier und jetzt, mein ich. Frag mich nur, wo die ganzen Stullen Büroarbeiter die Hirnverdrahtung her haben! Und im nächsten Schritt: Wo krieg ich es her? Der Vorteil gegenüber Drogen: keine Nachwirkungen, außer leichte Desorientierung, wenn man sie rauszieht. Natürlich gibts da auch das Abhängigkeitsproblem ... vor allem, wenn man sich das Lustzentrum im Hirn direkt verdrahtet. Kennen wir ja auch aus Nivens Ringwelt. Oder war das im zweiten Teil, Die Ringwelt-Ingenieure? Moment, ich schau mal ... hab`s gefunden, steht in Ringwelt Ingenieure. Zitat:

"Louis Wu stand unter Strom, als die zwei Männer in seine Privatsphäre eindrangen. ... Sie hatten es mit einem Stromsüchtigen zu tun ... seit Jahren hatte der Mann keinen Gedanken mehr an etwas anderes verschwendet als an den elektrischen Draht, der das Lustzentrums eines Gehirns kitzelte. Er würde halb verhungert sein, so sehr hatte er sich selbst vernachlässigt."

"Ringwelt" (1970) ist übrigens auch ein gutes Buch, Ringwelt Ingenieure (1980) ... Die Kinder der Rinwelt (2004) hab ich aber nicht mehr gelesen, hat er ja auch viel später geschrieben. Dazwischen gab es noch Ringworlds Throne von 1996, aber den kann ich nicht einordnen. Wer wissen will, was Niven alles so geschrieben hat: www.scifan.com
Gibt sogar ne "neue" Story-Sammlung von ihm, The Draco Tavern.

Okay, aber zurück zu ... wo war ich? Lustzentrum! Stimmt. Hm. Oh, stimmt da gibt es auch was in Stephen R. Donaldsons (ja, der von Thomas Covenant) Gap-Serie -- der asoziale Oberfiesling entführt da die Heldin und baut ihr ne Fernsteuerung ins Hirn. Dann macht er echt richtig böses Zeug mit ihr. Ich mein richtig, richtig böse. Ins Detail kann ich hier aber nicht gehen, da das Blog sonst auf die "Zensor"-Liste kommt. Bei all dem, was er da aber mit ihr macht, stimuliert er ihr Lustzentrum. Also mal davon abgesehen, dass sie willenlos ist und alles mitmacht (das bei vollem Bewusstsein, was sie da tut), empfindet sie dabei auch noch Lust. Fies. Donaldson ist echt ein bisschen... hm, wie soll ich sagen. Vielleicht passt "drüber"?

Jedenfalls ist es wahrscheinlich gar nicht so weit her, dass das bald möglich sein wird. Ein sinnvoller Nutzen fällt mir dafür aber nicht ein. Abhängigkeit und Kontrolle sind wohl die Auswirkungen. Nicht auszudenken, wenn die Technik billig und leicht anwendbar wird. *klick*

Sonst noch was? War heute beim Fähnrich im Otherland. Crew-Kollegen-Besuch. War nett viel los. Mal wieder interessante Beratungsgespräche geführt. Ne Lehrerin aus nem Gymnasium, achte Klasse, die ein Buch gesucht hat, dass sie ihrer Klasse vorlesen kann. Spannend. Einfach. Weil die kaum lesen. Und preiswert, unter 8 Euro sollt es sein. Weil die Eltern sonst das Geld nicht geben. Uff. Im Nachhinein hab ich mir überlegt, dass ich in der Klasse gern mal unseren Laden vorgestellt hätte. Lust auf Bücher machen. Und mal sehen, wie die Kids so in der Schule sind, hier in Berlin. Das letzte Mal hab ich vielleicht vor 18 Jahren ein Klassenzimmer von innen gesehen. However, der Fähnrich und ich, wir haben alle möglichen Bücher angeschleppt. Das Buch der toten Tage etc ... aber alles zu lang, zu klein gedruckt, zu teuer. Seltsame Kriterien. Den preis versteh ich ja noch, aber... mann. Ich musste dann an Gaiman denken, Coraline. Vor allem, weil da Bilder von Dave McKean drin sind, die die Kids bestimmt von der ersten Seite an packen. Dann ist`s auch spannend, aber nicht zu kompliziert und kurz und billig (6,95). Hat sie dann auch genommen und sich ziemlich beeindruckt von der Hilfe gezeigt und gesagt, dass das ein toller Laden sei (womit sie schlichtweg recht hat).

So, das war's aber nun für heut!

Donnerstag, 18. Januar 2007

Drogen?

20. 01. 2007

Grade mal eben über Locus gesurft und sehe dieses: HBO will turn George R.R. Martin's A Song of Fire & Ice novels into a series -- one book per season!" Wow! Das ist doch die Härte. HBO macht nämlich die besten Serien (Rome, Six Feet Under), und wenn ich es jemand zutraue, dann ihnen. Details dazu. Wer A Song of Fire & Ice von Martin noch nicht kennt: lesen. Basta. Ich bin ja nun wirklich kein Fantasy-Leser (rein berufsmäßig hab ich dann aber doch ne Menge gelesen), aber neben R. Scott Bakkers The Prince of Nothing (The Darkness That Comes Before [2005]; The Warrior Prophet [2006] und The Thousandfold Thought [2007]) ist das wirklich die Oberkante an Ideen, Spannung und Weltenschaffung. Leider wird es wohl dauern, bis die Fernseh-Serie ins Rollen kommt, aber Martin wird laut dem Artikel ja auch noch bis 2011 brauchen, bis er seine Buch-Serie zu Ende bringt. Kommt Zeit, kommt Rat. Etwas, worauf man/frau sich freuen kann! Und bis dahin weiter Bakker lesen!!!

Gestern bin ich gegen 11:00 Uhr zur Arbeit gelaufen und tapse müde die Straße entlang, liegt da 10 Meter vor mir ein Typ auf dem Gehweg ein "junger" Typ, etwa mein Alter. Oder besser gesagt, der saß so halb, halb gelegen. Blickte ziemlich verwirrt drein. Hab gefragt, ob ich ihm was helfen kann. Meinte er, "nee, geht schon, die Schweine haben mich hier eingfach sitzenlassen". Dabei hat er mir in die Augen geschaut. Boa, das war wild! Voll der starre Drogenblick (11:00 morgens), voll paranoid und weit aufgerissene, völlig starre Augen. *gosch* Bin dann weiter, bis er mit hinterherruft. "Ey, kannst Du mir aufhelfen?". Bin umgedreht und hab ihm geholfen. Er war etwas baff, meinte dann aber gleich: "Kannst Du mir helfen, die Schweine zu finden?" Hab gelacht und bin weiter. Als ich mich dann nochmal umdreh, seh ich, wie er volle Kanne gegen die Hauswand läuft (nicht stolpert, läuft (!) -- er hat die Wand nicht gesehen!!!) In dem Moment bog aber die Polizei um die Ecke, da hab ich dann gedacht: passt.

Warum ich das erwähne: In Effingers Gravity fails (wie in fast allen Cyberpunk-Bücher) schmeißen sie mächtig Drogen ein. Drogen um wach zu werden, Drogen um müde zu werden, Drogen um aufmerksam zu sein, Drogen um abzuschalten, Drogen für Sex und gegen Sex etc. etc. etc. Einer hat sich sogar eine Art Drogendrüse installieren lassen. Tröpfelt permanent fieses Zeug in seinen Blutkreislauf. Führt dazu, dass er sich an nichts erinnern kann -- dumm, denn er ist Taxifahrer :)

Neulich hab ich mal nen Artikel in der SZ gelesen, wie es grade eigentlich so steht mit den Drogen und Deutschland. Krass. Ich hab die Zahlen nicht mehr im Kopf, aber was da aus dem Osten Europas nach Deutschland schwappt an künstlichen Drogen von Amphetaminen bis hin zu Partydrogen, ist unfassbar, und vor allem die Zahl der vornehmlich Kids, die das Zeug einwerfen. Angeblich ist der Zenith noch nicht überschritten, an dem die User anfangen umzukippen oder Amok zu laufen. Da kommt wohl was auf uns zu. Hm.

Ebenso spannend ist ja der Einsatz von Drogen beim Militär. Das ist ja echt Cyberpunk. Weiß nicht, ob sich noch jemand an die US-amerikanischen Piloten erinnert, die 2001 den kanadischen Konvoi in Afghanistan zusammengeschossen haben. Die waren zu bis oben hin mit Wachmachern und all dem Zeug, das aggressiv macht. Haben alles ohne Limit von ihrem Vorgesetzten bekommen. Was passiert mit solchen Typen, wenn sie mal wieder im zivilen Leben sind? Sind das dann alles Junkies mit militärischer Ausbildung? Was die für Jobs finden, ist ja wohl klar. Interessante Studie: was ist anders an den Vietnam-Heimkehreren und den Jungs, die heute aus dem Irak zurückkommen? Muss sich die USA auf eine neue Schicht von psychotischen, designer-drogen-abhängigen Ex-Militärs gefasst machen??? Joe Haldeman (Der Ewige Krieg) hat dazu ja ne Menge Kurzgeschichten geschrieben. SF goes real -- wie so oft. Und mein Opa erhebt den Zeigefinger und sagt: "Wir haben Euch gewarnt."

Krasser Sturm draußen. Scheinbar wurden die Schulen in und um Berlin vorzeitig geschlossen, damit die Kids sicher heimkommen. Hm. Erinnert mich daran, dass ich vor ein paar Jahren mit einem überfließenden Balkon zu kämpfen hatte. Die Dachrinne war im Boden verstopft. Ich wohn im ersten Stock. Das Wasser hat sich aufgestaut und ist dann mit erstaunlich hohem Druck aus meinem Balkonabfluss geschossen. Und in meine Wohnung. War prima. Stand irgendwann mit meiner Wok-Pfanne auf dem Balkon und habe geschöpft. Ob das aktuelle Wetter wirklich Klimaveränderung ist? Muss an Peter F. Hamiltons Erde in der Night-Dawn-Trilogy denken. Wie heißt die nochmal auf Deutsch? Jedenfalls die mehrere tausend Seiten lang -- geniale Ideen und klasse Story mit nem blöden Ende.

Jedenfalls ist da die Erde völlig außer Rand und Band, und sogenannte Armada-Stürme (cooler Name) toben über die Oberfläche. Die Menschen leben nur noch in großen, überdachten und stark geschützen Wohnökologien. Kein unbedingt neues Bild für unsere Zukunft, aber ich fand es bei Hamilton sehr eindrücklich. Wie gesagt: abgesehen vom Schluss, gute Space Opera!

When Gravity Fails

13.01.2007

Lese gerade zum 2. Mal in meinem Leben George Alec Effingers (1947-2002) When Gravity Fails, den ersten Roman aus der Marid-Audran-Trilogy (auf das Marid müsste eigentliche in Circumflex, aber ich kann es zum Teufel nochmal auf meiner Lap-Tastatur nicht finden), von 1986. A Fire in the Sun ist der zweite und The Exile Kiss. Ich hab damals die miesen Heyne-Übersetzungen auf Deutsch gelesen, der 3. Teil ist dann nicht mal erschienen. Mann, hat mich das geärgert. Und als ich dann gut genug Englisch konnte, gab es die Bücher nicht mehr. Die neue Auflage/Reprint ist sehr schön gemacht, schönes Format, schöne Gestaltung. Und ich muss sagen, der Inhalt ist noch immer weit über vielen Texten neueren Datums und ein wenig bekanntes Cyberpunkt-Highlight. Schon auf Seite 23 was gefunden, was ich gleich mal zitieren muss:

"The world doesn't need an overpopulated, starving, spanish-speaking India in the Western Hemisphere [damit meint er Lateinamerika]. Spain, their mother country, tried Islam and said a polite no-thank you, and their national character sublimed right off into nothingness. That's Allah punishing them."

Toll. Drei Sätze und alles dazu gesagt. Bumm. Alles aus der First-Person-Perspektive von Marid Audran. Wie bei einer Kulturtauchfahrt bewegt sich Effinger durch die arabische Welt, als wäre er selbst Araber. Alles, was bei uns katholisch oder calvinistisch ist, ist bei ihm der Koran und die Tradition. Funktioniert unglaublich gut, vor allem und als Erstes aber wegen Marid -- ein sympatisches Arschloch, der sich Drogen und Stimmungsschaltkreise ins Hirn einfährt wie andere Leute Kaffee trinken. Ich würde die Trilogie in eine Reihe mit Gibsons Neuromancer-Trilogy und Stephensons Snow Crash sowie Sterlings Schismatrix stellen.

Ansonsten hat Effinger noch ne Menge geschrieben (http://scifan.com/writers/ee/EffingerAGeorge.asp), davon kenn ich aber nur Wölfe der Erinnerung, und das ist auch schon lange her.

Für Juni 2007 ist ein Sammelband mit The Wolves of Memory und sieben Kurzgeschichten von ihm angekündigt. Hier der Blurb dazu:

"This volume of science fiction thrillers contains a novel and seven short stories centered on the semi-autobiographical character Sandor Courane. The collection’s feature novel, In the Wolves of Memory, paints a world where Earth’s governing body, the Representatives, has relinquished control to an increasingly intelligent and self-aware computer known as TECT. Deemed a social misfit and banished from Earth to Planet D for his inability to fall in line, Sandor finds the new planet’s idyllic environment and fulfilling lifestyle to his liking—at first. Upon discovering that all of the inhabitants of Planet D succumb to an insidious, debilitating disease, Sandor embarks on a race against time to discover the meaning behind Planet D, the motives of TECT, and the mysterious malady. Utilizing a unique approach with the use of flashbacks, this powerful story, with poignant and sardonic tones, is a heartrending display of one man’s pain and absolution." (http://www.scifan.com/titles/title.asp?TI_titleid=60169)

Cybertürke

11.01.2007

Regen, Regen, Regen. Der Italiener, bei dem ich morgens immer meinen Capucchino kauf (kriegt seinen Kaffee aus ner Rösterei in Pisa), sah heut aus wie ein Wischmob. Normalerweise hat er glattes Haar. Des Rätsels Lösung: Er hatte versehentlich das Volumenshampoo seiner Frau genommen. Sehr lustig!

Was ich aber eigentlich erzählen will: Ich hab nun River of Gods von Ian McDonald fertiggelesen. Mann. Der Hammer. Eigentlich nicht zu beschreiben. Lesen! Wenn es gerade zwei Sterne gibt, nach denen das SF-Genre navigieren sollte, dann Charles Stross (Accelerando) und Ian McDonald. Echt, River of Gods hat mich irgendwie sprachlos zurückgelassen. Vor Ehrfurcht. Hannes hat mir ja erzählt, dass McDonald ne Quasi-Trilogie draus machen will. River of Gods handelt in Indien, dann soll was zu Brasilien und dann ein Band zur Türkei folden. Wenn das auch nur ähnlich gut wird, wie das Real-dort-dabei-sein-Gefühl in River of Gods, dann schubst McDonald alles an SF-Autoren vor sich her, was da so schreibt. Ich geb zu, es ist nicht immer einfach zu lesen, also das Original (hoffentlich findet sich -- ein guter -- Übersetzer), aber es lohnt sich auf jeder Seite. Geniale Figuren, die so plastisch erscheinen, dass mann unwillkürlich nach ihnen Ausschau hält, wenn man abends ne Tafel Schokolade im Spätkauf holt. Action, die manchmal keine Zeit zum Atmen lässt, weil die Dinge, die da passieren, einfach bisher in noch keinem SF-Buch passiert sind, und Beschreibungen, bei denen man fast kotzen möchte, weil einem der Gestank der Großstadt voll in die Nase steigt. Lesen, lesen, lesen! Es gibt übrigens auch eine Kurzgeschichte aus dem River of Gods-Universum im Year's Best Science Fiction Twenty-Third Annual Collection mit dem Titel "The Little Goddess". Auch brutal gut. Man muss Indien nicht kennen, um begeistert zu sein (ich war bisher auch "nur" auf Sri Lanka), aber ich denk, wer schon mal Kontakt mit der Kultur hatte, wird einfach baff sein, wie McDonald es schafft, das Gefühl, dort zu sein, rüberzubringen.

Eine meiner Lieblingsstellen ist: "Her restaurant has an international reputation, especially among Germans. The place is always full of pale Northern Euros with that gauntness of facial features you get from thirty days of constant gastro problems."

Yes. Ein Bild so auf den Punkt gebracht. Cool. Ehrfurcht, ich sag es immer wieder: Ehrfurcht. Werde mich jetzt mal drum bemühen, die restlichen lieferbaren Bücher von ihm ins Otherland zu bestellen. Hab zuhaus nur Necropolis von ihm. Hannes schwärmt sehr davon.

Ach ja, gestern hat mich ja der Commander aka Birgit angerufen und wollte wissen, ob mir auf die Schnelle SF-Filme einfallen, in denen vor Star Trek "Nächste Generation" Replikatoren vorkamen. Replikatoren: Picard steht vor einer Nische in der Wand und sagt "Earl Grey, heiß", und nach einem beamartigen Vorgang steht da dann eine Tasse Tee, heiß. Wie das funktionieren soll, wird eigentlich nie erklärt, aber im Otherland haben wir ein Buch, das Die Wissenschaft in/von/hinter Star Trek heißt (oder so ähnlich), in dem sie mal abtasten, was davon wie funktionieren könnte. Muss ich auch mal reingucken. However, zurück zur Frage des Commander. Mir ist nichts eingefallen. Vor allem nichts vor Star Trek. Komisch eigentlich.

Noch was? Hm ... nö, für heute reicht es glaub ich. Ach doch. Heut bei der Post. Ein ziemlich fies aussehender Türke, Marke "Isch masch Dich platt", stand da und hatte eines dieser "Ans-Ohr-Klemm-Handys" am Ohr klemmen. Das blinkte immer wieder grün auf. Konnte gar nicht weggucken. Voll Cyber-Türke. Mann, mann, mann, wenn die Sorte jetzt schon technisch aufrüstet ... Anabolika spritzen und dann auch noch Handyohrklemmen. Das ist irgendwie Cyberpunk. Marke Kreuzberg. *Uff*

Bücherrumschnüffeln

08.01.2006

Mit dem Bücherräumschnüffeln bin ich nicht wirklich weitergekommen. Lag vielleicht auch daran, dass sie in der Videothek die erste Folge der zweiten Staffel von Lost im Angebot hatten und ich Nonstop alle 4 Folgen der ersten DVD geschaut hab :) Alle, die die 2. Staffel bisher gesehen haben, waren der Meinung, das Ganze sei nicht mehr so gut wie die erste. Mitnichten sag ich da. Zumindest nach 4 Folgen. Wird alles ein bisschen mehr SF, ein bisschen mehr Philip K. Dick, ein bisschen Kurt Vonnegurt. Like it. :)

Apropos Folgen. Jeder Otherland-Kunde, vor allem die Fantasy-Leser, kennen das ja -- das Folgen-Problem. So wie das 00:00-Problem bei DVD-Spielern. Niemand schafft es, bei den Dingern die Zeit einzustellen (kein Problem, ha!), und ebenso schafft es niemand, fast niemand, außer Hannes bei Winterfell, einer neuen Serie zu wiederstehen, auch wenn noch nicht alle Teile des Zyklus verfügbar sind. Hölle, manche Autoren sterben sogar, bevor sie ihre Monsterzyklen fertiggestellt haben. Harald Evers zum Beispiel. Robert Jordan gehts auch schlecht.

Nun zum Problem: Wer will da noch den Überblick bewahren? Ich hab keine Ahnung, wie viele Zyklen man zur Zeit lesen kann, bei denen kein Ende in Sicht ist. Rad der Zeit, Winterfell, Schwert der Wahrheit ... Okay. Es gibt Schlimmeres. Richtig, gibt es, denn es geht ja weiter. Zur Zeit steck ich nämlich in mindestens 6 (!) DVD-Serien fest. Von den
Sopranos über Six Feet Under, von Galactica bis Deadwood, Lost und Nip and Tuk ... bald ist dann das ganze Leben nur noch ein Zyklus, und wir warten auf die nächste Folge und lesen einen anderen Zyklus, bis die nächste Folge des vorherigen Zyklus ... ;-)

Schon komisch. Um noch einmal auf Rhodan zurück zu kommen: Als ich damals angefangen hab zu lesen, dachte ich ja, es würde mit dem Unternehmen Stardust und dem Treffen zwischen Menschen und Arkoniden aufhören. Als ich dann erfahren hab, dass es immer weitergeht, war ich ne Zeit lang ziemlich glücklich. Tatsache ist, es geht ja immer noch weiter, aber inzwischen ist es mir egal. Macht mich nicht mehr glücklich. Was also ist passiert? *think*

Außerdem stand ich heute an der Käsetheke beim Kaiser um die Ecke vom Otherland und hab gewartet, bis ich an die Reihe kam. Die ältere Dame vor mir wollte "den alten Gauda da". Die Käsedame meinte dazu: "Der ist nicht alt" -- und tatsächlich klang das in meinen Ohren irgendwie beleidigt. "Aha", antwortete die Kundin. Auch das klang beleidigt. Um die Situation vielleicht noch zu retten, entfuhr mir unwillkührlich ein freundliches: "Lassen sie ihn doch einfach ein Weilchen liegen, der wird von allein alt." Beleidigte Blick von beiden.

In der Warteschlange an der Kasse stand dann ein Typ hinter mir, der nicht mitbekommen hatte, dass die Kassen nebenan auch auf waren. Hab ihn darauf aufmerksam gemacht, und er wechselte. Als ich am Bezahlen war, war er noch immer mindestens 4 Zahler von der Kasse entfernt. Sein Blick war eisig.

Also: In Zukunft Klappe halten und die Zyklus-Waschmaschine weiter schleudern lassen, und wenn nichts mehr geht, einfach weiter Perry Rhodan lesen. Das überlebt kein Leser. Zeittechnisch mein ich. ;-)

Tag X nach dem Amoklauf des Fähnrichs

07.01.2006

Okay, also ein Blog soll es sein. Ich mach es mal unumständlich und schreibe nichts über Motivation oder Ziel oder was ein Blog eigentlich ist. Ich blogge einfach vor mich hin. Naja, und da das Blog auf der Otherland-Site festhängt, hat es auch irgendwas mit dem Otherland und Büchern, den Leuten und dem ganzen Rest zu tun. Fast hätte ich sogar Geld dafür bekommen. Ich nehm mir aber lieber Bücher. Jetzt hab' ich doch 'ne Motivation genannt :(

Heute hab ich nun also seit langer Zeit mal wieder meine Bücher zu Haus sortiert, gesichtet und beschnüffelt. Bei solchen Aktionen fallen dann immer ein paar durch das Raster der aktuellen Lebensituation und der schwindenden verbleibenden Leselebenszeit. Die bring ich dann (zurück) ins Otherland. Heute gehört dazu Rice Interview with a Vampire (gutes Buch, gute Geschichte, netter Film, aber irgendwie passt es nicht zu meiner SF-Bibliothek, ich werd es mit 90%iger Sicherheit nicht mehr lesen und ich wüsste niemand, dem ich es leihen oder schenken könnte); weiterhin die ersten vier Bände von Jordans Rad der Zeit (ich wollte endlich mal in Ruhe und von Anfang an lesen, um was zum Henker es da denn eigentlich geht... WOLLTE) und last but not least die komplette Andromeda-Serie aus dem runderneuerten Perry-Rhodan-lebt-noch-immer-und-erlebt-Abenteuer-Universum. Tja, und da ist dann das passiert, was immer passiert, wenn ich "Bücher zu Haus sortiere, sichte und beschnüffel" -- ich bin hängengeblieben.

Zwischen ausgeräumten und chaotisch rumstehenden Bücherstößen sitz ich nun auf dem Sofa, höre Lali Puna: "Faking the books" und lese den ersten Teil der Andromeda-Serie Die brennenden Schiffe. Shit happens. Oh, jetzt ist eben ein Kassenbon aus dem Buch gefallen. Karstadt. Verräter(in). Pffff. ;-)

Rhodan hab ich angefangen zu lesen, nachdem ich mit 14 die Büchergrabbeltische bei Karstadt komplett nach SF durchgegrabbelt hatte (nein, ich werde jetzt nicht erwähnen, was ich damals alles gelesen habe. Nie. Nimmer) -- "Ihn" jetzt mal wieder zu lesen, fühlt sich fast an wie ein Nachruf. Aber er lebt ja noch. Dank des Zellaktivators. Den er von ES bekommen hat (nein, nicht vom King`schen, sondern vom Überwesen aus den ersten Bänden).

Damals bin ich auf Perry über die Hörspielkassetten gestoßen. Nicht Hörbücher, sondern Hörspiele. Viel *päng* und *rums* (danaben hab ich auch Buck Rogers, Star Wars und Jan Tenner angehört). Als ich dann noch die Silberbände in die Finger bekommen hab, war es um mich geschehen. Meine Eltern haben mich dann nach nem Jahr etwas verstört gefragt, warum ich denn immer wieder das gleiche Buch lesen würde (Silber = gleiches Buch).
Das war schon klasse: Unternehmen Stardust ... die Arkoniden, Atlan, Tora, Crest... mann und natürlich Guckie und Reginald Bull und wie hieß der erste Telepath im Mutanten Corps doch gleich? John Marshall??? Egal, war klasse.

Auf Wikipedia steht, dass am 1. September 2006 die Heftfolge 2350 erschienen ist. Mann, mann, mann.

Okay, jetzt muss ich noch ein paar Seiten lesen ... wahrscheinlich bleiben die Rhodans dann doch erstmal hier. Hm.